windowSafe® Spezialdichtungen und PE-Schaumprofile

Profile aus extrudiertem
PE-Schaum (Zellpolyethylen)


Zellpolyethylen (PE) ist ein geschlossenzelliger Werkstoff mit hervorragenden Materialeigenschaften.

Dazu gehören ein geringes Raumgewicht, ausgezeichnete Witterungs- und Alterungsresistenz, sehr gute Schall- und Wärmeisolierung sowie eine gute Beständigkeit gegen handelsübliche Säuren, Laugen und sonstige Chemikalien.

Eigenschaften

  • geschlossene Zellstruktur
  • ausgezeichnete Isoliereigenschaften
  • Wärmeleitwert < 0,036 W/mK
  • hohe Alterungsbeständigkeit
  • hohe Chemikalienbeständigkeit
  • sehr geringe Wasseraufnahme und Wasserdampfdurchlässigkeit
  • umweltneutral, nicht kennzeichnungspflichtig und kein Gefahrgut
PE-Schaumprofile_Header
PE-Schaumprofile_01_Kaschierung


Fertigung

Wir fertigen nach Ihren Vorgaben und per Extrusion* Ihr individuelles Produkt.

Produktionsextras:

  • Ausrüstung mit Flammschutzzusätzen
  • Kaschierung (Selbstklebe- & Aluminiumfolien)
  • Laserbeschriftung
  • Nachbearbeitung & Konfektionierung

Lieferung: (quasi) endlos auf Spule oder abgelängt im Karton (z.B. 2.000 mm-Längen)

* Bei der Extrusion (auch "Strangpressen" genannt), wird der PE-Rohstoff unter Zugabe von Treibmitteln und unter Druck durch eine formgebende Werkzeugöffnung gepresst. Der Rohstoff expandiert nach Verlassen der Matrize auf den gewünschten Profilquerschnitt.

 

PE-Schaumprofile_02_blau

Extrudiertes Zellpolyethylen

Profile aus extrudiertem Zellpolyethylen eignen sich für verschiedenste Anwendungsbereiche:

Wärmedämmung

PE-Schaumprofile erreichen nach EN12667 niedrigste U-Werte (unter anderem durch geringe Wärmeleitfähigkeit in W/mK), also eine hohe Wärmedämmung und spielen deshalb in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Bereich Fenster und Fassaden eine bedeutende Rolle.

Dichtung

Dank geschlossener Zellstrukturen und glatter Außenhaut sind extrudierte PE-Schaumprofile wasserundurchlässig und eignen sich hervorragend für den Dichtungsbereich.

Verfüllung

Wegen seines geringen Raumgewichts und seiner mechanischen Eigenschaften ist PE-Schaum sehr gut als Füllmaterial verwendbar. Oftmals sind dabei auch Zusatzqualitäten wie die ausgezeichnete Schalldämmung von besonderem Interesse.

Verpackung & Schutz

Standardisierte PE-Profile, beispielsweise im U- oder L-Format, werden unter anderem in der Glas-, Metall- und Möbelindustrie als Kantenschutz eingesetzt. Das Material ist widerstandsfähig, kostengünstig und kann sehr gut recycelt werden.

Gern entwickeln wir auch Ihre individuelle Verpackungslösung. Viele Produkte können mitterweile aus Bio-PE (PE-Schaum aus nachsenden Rohstoffen) produziert werden.

 


Sie benötigen ein klassisches Rundprofil aus PE-Schaum für die Fugenfüllung?

Klicken Sie hier für Ihre Standardlösung: www.windowsafe.de/rundprofile

 

PE-Schaumprofile_03_Einbau

Energieoptimiertes Bauen und Sanieren mit windowSafe® PE-Profilen

Im Bereich Bauen und Renovieren spielt ein Thema nun bereits seit Jahren eine Hauptrolle: die Energiebilanz eines Gebäudes. Dabei spielen sowohl ökonomische als auch ökologische Überlegungen eine Rolle.

So konstatierte Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, bereits 2012, dass das Baugewerbe hierzulande gute Chancen habe, sich als Teil der Klimaschutzindustrie neu zu positionieren.
[Vgl.: www.wirtschaftsforum.de vom 12.04.2012]

Aufgrund der guten Isolationseigenschaften von PE-Schaum, sind Profile aus diesem Material in dieser Hinsicht von besonderem Interesse.

Mit einem Wärmeleitwert von <0,036 W/mK können sie den Gesamt-Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) einer Fassade oder eines Fensters signifikant verringern. Dadurch können Energiekosten gespart und der Schadstoffausstoß verringert werden.

PE-Schaumprofile_04_Nachhaltigkeit

Thema Nachhaltigkeit: PE-Schaum aus nachwachsenden Rohstoffen

Wenn es um PE-Schaum geht, ist energieoptimiertes Bauen nur ein Stichpunkt zum Thema Nachhaltigkeit. Wie bei vielen anderen Industrieprodukten stellt sich auch bei Profilen aus Zellpolyethylen die Frage nach der Produktion sowie der Abfallentsorgung.

Grundsätzlich ist PE-Schaum zu 100% recycelbar. So ist es zum Beispiel kein Problem, Ausschussware zu zerkleinern, eventuell vorhandene Zusatzstoffe wie Selbstklebefolien zu entfernen und das gereinigte Material wieder der Produktion zuzuführen.

Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, für die Extrusion von Schaumprofilen Polyethylen aus nachwachsenden Rohstoffen - z.B. aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr - zu verwenden.

PE-Schaum und Nachhaltigkeit

Die Vorteile von "Bio-PE-Schaum":

  • Rohstoffe wie Zuckerrohr wachsen nach und binden während des Wachstums CO2.
  • Der Verbrauch fossiler Rohstoffe wird konsequent gesenkt.
  • Die Herstellung von Polyethylen aus Zuckerrohr ist weitgehend klimaneutral.
  • Das Material weist dieselben technischen Eigenschaften wie erdölbasierter PE-Schaum auf.
  • Bio-PE-Schaum ist - wie herkömmliches Zellpolyethylen - zu 100% recycelbar.
  • Preislich unterscheidet sich biobasierter PE-Schaum kaum oder gar nicht von erdölbasiertem.


Für den für die PE-Schaumherstellung notwendigen Rohstoffanbau wird kein Regenwald abgeholzt. Darüber hinaus ist die Konkurrenz zur normalen Nahrungsmittelproduktion - da keine Pflanzen wie Mais oder Weizen verwendet werden - sehr gering.


Sie haben Interesse an der Entwicklung eines PE-Schaumprofils aus nachwachsenden Rohstoffen? Kontaktieren Sie uns - wir entwickeln gemeinsam Ihr Produkt. Anfrage senden

Zellpolyethylen - das windowSafe® Standardmaterial

Farben:

grau, blau, weiß, anthrazit

Qualität:

FCKW- und HFCKW-frei, zu 100% recyclingfähig

Standarddichte:

25 bis 40 kg/m³

Wärmeleitwert:

< 0,038 W/mK

Wasseraufnahme:

< 1%

Druckverformung:

< 30%

Wasserbeständigkeit:

sehr gut

Temperaturbeständigkeit:     

-40°C bis +90°C

Zellstruktur:

fein, regelmäßig und geschlossen

Weitere Informationen:

exzellente Isoliereigenschaften
sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit
ausgezeichnete Alterungs- und Witterungsbeständigkeit


Von den oben genannten Angaben abweichende oder zusätzliche Eigenschaften (z.B. Brandschutz nach DIN-Norm, andere Farben und Dichten, etc.) sind möglich. Bitte fragen Sie entsprechend an. Anfrage senden

 

Weiterlesen zum Thema "PE und PE-Schaum"

Der Werkstoff Polyethylen

Polyethylen gehört ebenso wie beispielsweise Polypropylen (PP) und Ethylen-Vinylacetat (EVA) zur Gruppe der Polyolefine. Unter allen Kunststoffen nehmen diese bezüglich Produktion und Verwendung einen weltweiten Spitzenplatz ein.

Die Geschichte des Polyethylens begann 1933 in den Laboratorien der Imperial Chemical Industries (ICI) in Groß Britannien. Dort fand man in einem Autoklaven die ersten geringen Mengen eines weißen Pulvers, das sich als Polyethylen herausstellte. Es vergingen aber noch mehrere Jahre, bis die erste Anlage zur Herstellung von PE anlief. Da die Reaktion von Ethylen zu Polyethylen bei sehr hohen Drücken erfolgte, sprach man damals noch von „Hochdruckpolyethylen“, das in Deutschland lange als HD-PE bezeichnet wurde.

Diese Einteilung wurde dann fallengelassen, und man schloss sich der international üblichen Bezeichnung nach der Dichte an, die später auch genormt wurde. Die heute gängige Bezeichnung lautet dementsprechend PE-LD (low-density). Dies war auch deswegen notwendig geworden, weil es 1953 Chemikern des Max-Planck-Instituts in Essen-Mühlheim bzw. der US-amerikanischen Firma Phillips Petroleum Comp. gelang, die Polymerisation von Ethylen mit Hilfe bestimmter Katalysatoren auch bei niedrigen Drücken durchzuführen. Da dieses „Niederdruckpolyethylen“ eine höhere Dichte aufwies, wurde es als PE-HD (high-density) bezeichnet.

Heute gibt es eine Reihe von Verfahren zur Herstellung von Polyethylen, wobei sich die jeweils hergestellten Typen in ihrem Aufbau und ihren Eigenschaften voneinander unterscheiden. Dazu zählen:

  • E-HD („high-density“)
    … wird bei niedrigen Drücken mit bestimmten Katalysatoren hergestellt und weist bei geringer Verzweigung eine hohe Dichte sowie eine höhere Kristallinität auf. PE-HD wird besonders im Verpackungsbereich eingesetzt, z.B. für Reinigungsmittelflaschen.

  • PE-LD („low-density“)
    … wird bei hohen Drücken und Temperaturen hergestellt, wodurch stark verzweigte Polymerketten und niedrige Dichten entstehen. PE-LD wird vor allem für Tüten und Folien verwendet.

  • PE-LLD („linear-low-density“)
    … lineares Polyethylen mit sehr niedriger Dichte, dessen Polymermolekül nur kurze Verzweigungen aufweist. PE-LLD ist sehr widerstandsfähig und flexibel. Darum und wegen seiner relativen Transparenz wird es vor allem für die Herstellung von Frischhalte- und Luftpolsterfolie eingesetzt.

  • PE-MD („medium-density“)
    … Polyethylen mittlerer Dicht, das durch Mischung von PE-HD und PE-LD oder durch Copolymerisation hergestellt wird. (Dabei werden im Zuge der Polymerisation statt eines Monomers zwei oder mehr chemisch unterschiedliche Monomere eingesetzt).

  • PE-X („crosslinked“)
    … vernetztes Polyethylen mittlerer bis hoher Dichte, welches Verbindungen zwischen den Makromolekülketten aufweist. Dadurch werden sowohl die Temperatur- wie auch die Chemikalienbeständigkeit verbessert.

Polyethylene lassen sich relativ problemlos nach fast allen gängigen Verfahren verarbeiten. Die am häufigsten angewendeten Verfahren sind: Spritzgießen, Extrudieren und Blasformen.

 

Der Werkstoff Polyethylenschaum (PE-Schaum)

PE-Schäume (auch Zellpolyethylen genannt) sind geschlossenzellige Materialien mit sehr geringer Dichte und sehr guten mechanischen Eigenschaften, die auf unterschiedlichem Wege hergestellt werden. Grundsätzlich unterscheidet man vernetzten und unvernetzten PE-Schaum (PE-X und PE-E). Bei vernetzten Materialien sind die Polymerketten an bestimmten Punkten untereinander verbunden und bilden dadurch ein dreidimensionales Netzwerk. Bei unvernetzten Materialien gibt es keine Verbindung der Ketten untereinander.

  • Zellpolyethylen, chemisch vernetzt
    Hier werden die langen Kohlenwasserstoff-Ketten durch eine chemische Reaktion miteinander verbunden. Es entstehen Makromoleküle. Die thermische und mechanische Stabilität des Schaums wird dadurch effektiv gesteigert.

  • Zellpolyethylen, physikalisch vernetzt
    Hier erfolgt die molekulare Vernetzung durch ein hochenergetisches Elektronenstrahlfeld. Dies ist aber nur bei dünnen Schäumen (Bahnenware) möglich.

  • Zellpolyethylen, unvernetzt
    Die Molekülketten des Materials sind untereinander nicht verbunden. So wird beispielsweise bei der Extrusion von PE-Schaum aufgeschmolzenes Polyethylen unter hohem Druck mit Treibgas (z.B. Pentan oder CO2) versetzt und dadurch aufgeschäumt. Die fehlende Vernetzung bringt eine geringere Belastbarkeit gegenüber mechanischen und thermischen Einflüssen mit sich.