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Profile aus extrudiertem PE-Schaum (Zellpolyethylen)

Zellpolyethylen ist ein geschlossenzelliger Werkstoff mit hervorragenden Materialeigenschaften. Dazu gehören ein geringes Raumgewicht, ausgezeichnete Witterungs- und Alterungsresistenz, sehr gute Schall- und Wärmeisolierung sowie eine gute Beständigkeit gegen handelsübliche Säuren, Laugen und sonstige Chemikalien.

 

Eigenschaften

>>  geschlossene Zellstruktur
>>  ausgezeichnete Isoliereigenschaften
>>  Wärmeleitwert < 0,036 W/mK
>>  geringe Raumgewichte
>>  hohe Alterungsbeständigkeit
>>  hohe Chemikalienbeständigkeit
>>  sehr geringe Wasseraufnahme und Wasserdampfdurchlässigkeit
>>  umweltneutral, nicht kennzeichnungspflichtig und kein Gefahrgut

 

Fertigung

Wir fertigen nach Ihren Vorgaben und per Extrusion* Ihr individuelles Produkt.

Produktionsextras:
>>  Ausrüstung mit Flammschutzzusätzen
>>  Kaschierung mit Selbstklebefolien
>>  Laserbeschriftung
>>  Nachbearbeitung (Fräsen, Schneiden, etc.)

Lieferung: (quasi) endlos auf Spule oder abgelängt im Karton (z.B. 2.000 mm-Längen)


* Bei der Extrusion (auch "Strangpressen" genannt), wird der PE-Rohstoff unter Zugabe von Treibmitteln und unter Druck durch eine formgebende Werkzeugöffnung gepresst. Der Rohstoff expandiert nach Verlassen der Matrize auf den gwünschten Profilquerschnitt.

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ratioSystems® Germany Ltd.
Konrad-Zuse-Allee 13
21337 Lüneburg
Deutschland

Tel.: + 49 (0) 41 31 / 23 24 20
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Sie benötigen ein Profil, das keine spezifischen Anforderungen erfüllen muss? Dann nutzen Sie doch eine unserer Standardlösungen.

Wir beraten Sie gern. Rufen Sie uns an unter +49 (0) 41 31 - 23 24 20 oder senden Sie Ihre Anfrage an: info@ratiosystems.de

PE Schaumprofile Standardtypen

Profile aus extrudiertem Zellpolyethylen eignen sich für verschiedenste Anwendungsbereiche:

Hochwärmedämmende Profile aus PE-Schaum

Wärmedämmung
PE-Schaumprofile erreichen nach EN12667 niedrigste U-Werte (unter anderem durch geringe Wärmeleitfähigkeit in W/mK), also eine hohe Wärmedämmung und spielen deshalb in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Bereich Fenster und Fassaden eine bedeutende Rolle.

Dichtung
Dank geschlossener Zellstrukturen und glatter Außenhaut sind extrudierte PE-Schaumprofile wasserundurchlässig und eignen sich hervorragend für den Dichtungsbereich.

Verpackung
Standardisierte PE-Profile, beispielsweise im U- oder L-Format, werden unter anderem in der Glas-, Metall- und Möbelindustrie als Kantenschutz eingesetzt. Gern entwickeln wir jedoch auch Ihre individuelle Verpackungslösung.

Verfüllung
Wegen seines geringen Raumgewichts und seiner mechanischen Eigenschaften ist PE-Schaum sehr gut als Füllmaterial verwendbar. Oftmals sind dabei auch Zusatzqualitäten, wie die ausgezeichnete Schalldämmung, von besonderem Interesse.

PE-Schaumprofile für die Industrie

 

Energieoptimiertes Bauen und Sanieren mit windowSafe® PE-Profilen


Im Bereich Bauen und Renovieren spielt ein Thema nun bereits seit Jahren eine Hauptrolle: die Energiebilanz eines Gebäudes. Dabei spielen sowohl ökonomische als auch ökologische Überlegungen eine Rolle.

So konstatierte Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, bereits 2012, dass das Baugewerbe hierzulande gute Chancen habe, sich als Teil der Klimaschutzindustrie neu zu positionieren. [Vgl.: www.wirtschaftsforum.de vom 12.04.2012]

Aufgrund der guten Isolationseigenschaften von PE-Schaum, sind Profile aus diesem Material in dieser Hinsicht von besonderem Interesse. Mit einem Wärmeleitwert von < 0,036 W/mK können sie den Gesamt-Wärmedurchgangskoeffizietne (U-Wert) einer Fassade oder eines Fensters signifikant verringern. Dadurch können Energiekosten gespart und der Schadstoffausstoß verringert werden.

PE-Schaumprofile für Fassaden

 

Zellpolyethylen - das windowSafe® Standardmaterial

 

Farben:

grau, blau, weiß, anthrazit

Qualität:

FCKW- und HFCKW-frei, zu 100% recyclingfähig

Standardichte:

25 bis 35 kg/m³

Wärmeleitwert:

< 0,036 W/mK

Wasseraufnahme:

< 1%

Druckverformung:

< 30%

Wasserbeständigkeit:

sehr gut

Temperaturbeständigkeit:     

-40°C bis +90°C

Zellstruktur:

fein, regelmäßig und geschlossen

Weitere Informationen:

excellente Isoliereigenschaften
sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit
ausgezeichnete Alterungs- und Witterungsbeständigkeit


Von den oben genannten Angaben abweichende oder zusätzliche Eigenschaften (z.B. Brandschutz nach DIN-Norm, andere Farben und Dichten, etc.) sind möglich. Bitte fragen Sie entsprechend an. >> Anfrage senden

Weiterlesen zum Thema "PE und PE-Schaum"

 

Der Werkstoff Polyethylen

Polyethylen gehört ebenso wie beispielsweise Polypropylen (PP) und Ethylen-Vinylacetat (EVA) zur Gruppe der Polyolefine. Unter allen Kunststoffen nehmen diese bezüglich Produktion und Verwendung einen weltweiten Spitzenplatz ein.

Die Geschichte des Polyethylens begann 1933 in den Laboratorien der Imperial Chemical Industries (ICI) in Groß Britannien. Dort fand man in einem Autoklaven die ersten geringen Mengen eines weißen Pulvers, das sich als Polyethylen herausstellte. Es vergingen aber noch mehrere Jahre, bis die erste Anlage zur Herstellung von PE anlief. Da die Reaktion von Ethylen zu Polyethylen bei sehr hohen Drücken erfolgte, sprach man damals noch von „Hochdruckpolyethylen“, das in Deutschland lange als HD-PE bezeichnet wurde.

Diese Einteilung wurde dann fallengelassen, und man schloss sich der international üblichen Bezeichnung nach der Dichte an, die später auch genormt wurde. Die heute gängige Bezeichnung lautet dementsprechend PE-LD (low-density). Dies war auch deswegen notwendig geworden, weil es 1953 Chemikern des Max-Planck-Instituts in Essen-Mühlheim bzw. der US-amerikanischen Firma Phillips Petroleum Comp. gelang, die Polymerisation von Ethylen mit Hilfe bestimmter Katalysatoren auch bei niedrigen Drücken durchzuführen. Da dieses „Niederdruckpolyethylen“ eine höhere Dichte aufwies, wurde es als PE-HD (high-density) bezeichnet.

Heute gibt es eine Reihe von Verfahren zur Herstellung von Polyethylen, wobei sich die jeweils hergestellten Typen in ihrem Aufbau und ihren Eigenschaften voneinander unterscheiden. Dazu zählen:

 

>>  PE-HD („high-density“)
… wird bei niedrigen Drücken mit bestimmten Katalysatoren hergestellt und weist bei geringer Verzweigung eine hohe Dichte sowie eine höhere Kristallinität auf. PE-HD wird besonders im Verpackungsbereich eingesetzt, z.B. für Reinigungsmittelflaschen.

 

>>  PE-LD („low-density“)
… wird bei hohen Drücken und Temperaturen hergestellt, wodurch stark verzweigte Polymerketten und niedrige Dichten entstehen. PE-LD wird vor allem für Tüten und Folien verwendet.

 

>>  PE-LLD (“linear-low-density“)
… lineares Polyethylen mit sehr niedriger Dichte, dessen Polymermolekühl nur kurze Verzweigungen aufweist. PE-LLD ist sehr widestandsfähig und flexibel. Darum und wegen seiner relativen Transparenz wird es vor allem für die Herstellung von Firschhalte- und Luftpolsterfolie eingesetzt.

 

>>  PE-MD („medium-density“)
… Polyethylen mittlerer Dicht, das durch Mischung von PE-HD und PE-LD oder durch Copolymerisation hergestellt wird. (Dabei werden im Zuge der Polymerisation statt eines Monomers zwei oder mehr chemisch unterschiedliche Monomere eingesetzt).

 

>>  PE-X ("crosslinked")
… vernetztes Polyethylen mittlerer bis hoher Dichte, welches Verbindungen zwischen den Makromolekülketten aufweist. Dadurch werden sowohl die Temperatur- wie auch die Chemikalienbeständigkeit verbessert.

 

Poylethylene lassen sich relativ problemlos nach fast allen gängigen Verfahren verarbeiten. Die am häufigsten angewendeten Verfahren sind:

>>  Spritzgießen

>>  Extrudieren

>>  Blasformen

 

PE-Schaum

PE-Schäume (auch Zellpolyethylen genannt) sind geschlossenzellige Materialien mit sehr geringer Dichte und sehr guten mechanischen Eigenschaften, die auf unterschiedlichem Wege hergestellt werden. Grundsätzlich unterscheidet man vernetzten und unvernetzten PE-Schaum (PE-X und PE-E). Bei vernetzten Materialien sind die Polymerketten an bestimmten Punkten untereinander verbunden und bilden dadurch ein dreidimensionales Netzwerk. Bei unvernetzten Materialien gibt es keine Verbindung der Ketten untereinander.

 

>>  Zellpolyethylen, chemisch vernetzt
Hier werden die langen Kohlenwasserstoff-Ketten durch eine chemische Reaktion miteinander verbunden. Es entstehen Makromoleküle. Die thermische und mechanische Stabilität des Schaums wird dadurch effektiv gesteigert.

 

>>  Zellpolyethylen, physikalisch vernetzt
Hier erfolgt die molekulare Vernetzung durch ein hochenergetisches Elektronenstrahlfeld. Dies ist aber nur bei dünnen Schäumen (Bahnenware) möglich.

 

>>  Zellpolyethylen, unvernetzt
Die Molekülketten des Materials sind untereinander nicht verbunden. So wird beispielsweise bei der Extrusion von PE-Schaum aufgeschmolzenes Polyethylen unter hohem Druck mit Treibgas (z.B. Pentan oder CO2) versetzt und dadurch aufgeschäumt. Die fehlende Vernetzung bringt eine geringere Belastbarkeit gegenüber mechanischen und thermischen Einflüssen mit sich.

 

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